Gynäkologie – die Lehre um die Frauenheilkunde

Die Gynäkologie kümmert sich um die Prophylaxe sowie bei einer Erkrankung um die Therapie der weiblichen Geschlechtsorgane. Im Gegensatz zur Geburtshilfe ist die Gynäkologie ausschließlich für die Gesunderhaltung oder Genesung der nicht schwangeren Frau zuständig. Neben der Behandlung der inneren und äußeren Sexualorgane zählen auch die Vorsorgeuntersuchungen der weiblichen Brust sowie dessen medizinische Versorgung im Ernstfall zum Aufgabengebiet.

Untersuchungen beim Frauenarzt

Zur jährlichen Grunduntersuchung gehört die Untersuchung mit dem Spekulum, dem Scheidenspiegel. Der Frauenarzt kann so äußerliche Krankheitsanzeichen wie Rötungen, Pusteln oder übermäßige Schleimabsonderungen an den äußeren Geschlechtsorganen erkennen. Anschließend wird er einen Abstrich der inneren Schleimhaut für eine mikroskopische Untersuchung vornehmen. Abschließend werden die inneren Geschlechtsorgane abgetastet, um eventuelle Knötchen im Rahmen einer Krebsfrüherkennung aufzuspüren.

Diese Untersuchungen beim Gynäkologen sind allesamt schmerzfrei, sofern sich die Frau entspannen kann und ihren Beckenbodenrand nicht verkrampft. Hin und wieder kann es zu einem leichten Druck kommen, der jedoch schnell wieder vergeht.

Bei der Brustuntersuchung wird auf die Symmetrie der beiden Brüste geachtet. Wenn diese nicht vorhanden ist, kann das an einem entzündlichen Krankheitsherd mit Schwellung liegen, die oftmals mit einer Krebserkrankung einhergeht. Eine Abtastung kann eine Lymphknotenvergrößerung oder Schmerzen auf Druck zutage bringen. Sind Auffälligkeiten aufgetreten, so folgt eine Mammographie, eine Ultraschalluntersuchung oder eine Kernspintomografie (MRT).

Warum die gynäkologische Vorsorge so wichtig ist

Jede Frau kann sich etwas Schöneres vorstellen, als den Besuch beim Frauenarzt. Dennoch sollten Sie sich nicht davor drücken, denn eine Früherkennung von Krankheiten kann Ihr Leben retten. Brustkrebs zum Beispiel ist eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen, die früh erkannt, gute Heilungschancen besitzen. Zu spät erkannt, bekommt der Krebs genügend Zeit, um zu streuen und führt oftmals zum frühzeitigen Tode. Mitunter können die mutierten Zellen in der Brust ertastet werden. Eine regelmäßige Untersuchung mittels Mammographie oder Ultraschall ist jedoch sicher. Ab dem 20. Lebensjahr sollte sich „Frau“ daher jährlich einmal beim Gynäkologen vorstellen.

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